In den Jahren von 1956 bis 1972 und 1988 spielte Wolfgang Uhlmann für die Auswahl der DDR bei der alle 2 Jahre stattfindenden Schacholympiade stets am 1. Brett. Dabei erzielte er mindestens 50 % der möglichen Punkte und war somit eine wichtige Stütze für das ostdeutsche Team. Zu seinen besten Resultaten zählt z. B. die in jeder Hinsicht denkwürdige Veranstaltung in Varna, im Jahre 1962, wo er 12 Punkte (+7 =10 -0) aus 17 Partien erzielte und unter anderem Weltmeister Botwinnik, in einer damenindischen Partie mit den weißen Steinen, in der Finalrunde bezwang.

Zwei Jahre später toppte er diese starke Leistung bei der Olympiade in Tel Aviv, wo er mit 15 Punkten (+13 =4 -1) aus 18 Partien die Goldmedaille in der Einzelwertung vor Miguel Cuellar, Kolumbien und Lajos Portisch, Ungarn, holte. Bemerkenswert Weltmeister Tigran Petrosian musste in der Einzelwertung mit Platz 6 Vorlieb nehmen.

Bei der Schacholympiade in Havanna, im Jahre 1966, wurde er Dritter in der Einzelwertung (+9 =8 -1) am Brett 1, hinter Tigran Petrosian und „Bobby“ Fischer. Überhaupt waren die 60er Jahre die besten in seiner Karriere.

Kleine Anekdote am Rande, die Mannschaft der BRD war bei der Veranstaltung auf Kuba nicht vertreten. Das westdeutsche Team war das einzige Team, dass der Veranstaltung aus politischen Gründen fernblieb.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie!

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