Hans Oskar Adolf Antze (1878-1962) stammt aus einer schachbegeisterten Familie. In Köln geboren, wuchs er in Berlin, Ganderkesee und Bremen auf. Von Beruf Arzt, übte er diesen bis ins hohe Alter von 83 Jahren aus. Von seinen Mitmenschen wurde er sehr geschätzt, „vergaß“ er doch gelegentlich, die eine oder andere Rechnung zu schreiben.

Als 14-jähriger machte er bereits auf sich aufmerksam, als er in einem Blind-Simultan Jacques Mieses in 23 Zügen besiegen konnte. In den ersten drei Jahrzenten des letzten Jahrhunderts gehörte er zu den stärksten Spielern Deutschlands. 1913 wurde er Deutscher Meister und in den 20er und 30er Jahren spielte er immer wieder für die deutsche Nationalmannschaft.

Der zweimalige WM-Herausforderer Efim Bogoljubow konnte gegen ihn, in einen Wettkampf über 2 Partien, im Jahre 1927, nicht gewinnen. Nach einer Niederlage mit den schwarzen Steinen in der ersten Partie, entschied er die zweite Partie zu seinen Gunsten, so daß dieser Wettkampf unentschieden endete.

In Ermangelung gleichwertiger Gegner und zur Steigerung der eigenen Spielstärke spielte Antze häufig Wettkämpfe oder kleine Turniere mit Carl Carls, Wilhelm Heinrich Hilse und Carl Hartlaub. Die heutige Partie Antzes stammt aus einem dieser Turniere im Jahr 1921. Sie ist vermutlich seine bekannteste, durchaus modern in der Partieanlage und endet in einem taktischen Feuerwerk.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie!

 

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