November 30, 2020

„Der MSC 1836 hätte es total verdient“

Online-Schach boomt – die normalen Meisterschaftsrunden bleiben aber in der Schwebe

Von Hartmut Metz

„Für den MSC 1836 wäre es ungerecht, wenn er nicht aufsteigt. Die haben es total verdient“, findet ausgerechnet Großmeister Gerald Hertneck (Foto oben) und wirft sich für den Lokalrivalen in die Bresche. Der Münchener Schachclub von 1836 hatte im Zweitliga-Spitzenkampf Hertnecks Münchener Schachakademie (MSA) Zugzwang mit 7,5:0,5 überrollt und schien auf dem besten Wege in die Bundesliga – bis Corona kam. Nun ist bis mindestens 21. Juni in der Schwebe, wie es im deutschen Oberhaus weitergeht und ob die Zweitliga-Saison zu Ende gespielt wird.

Erstaunlicherweise trägt MSC-Chef Michael Reiß die Ungewissheit mit größter „Gelassenheit“. Dass der Höhenflug des aus den Niederungen der Kreisliga-Asche aufsteigenden Phönix nun so abrupt gebremst wird, sei eben „nicht zu ändern. Dann steigen wir eben ein Jahr später auf“, meint der für das Comeback des ältesten bayrischen Sportvereins verantwortliche Reiß trocken. Er fände es nur „ungerecht, wenn Deggendorf aufsteigt“. Der Tabellenführer der Zweiten Liga Ost hatte gegen den MSC 1836 auch nichts zu bestellen, aber liegt wegen eines vorgezogenen Duells mit 13:3 gegenüber 12:2 Punkten aktuell auf dem Platz an der Sonne.

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