April 18, 2021

Ausländerregel in der Schachbundesliga? – Markus Schäfer: „Bin dafür.“

Nach der Hälfte der Saison ist der Spielbetrieb ausgesetzt. Die Mannschaften in der stärksten Liga der Welt haben Zwangspause, hinter den Kulissen rauchen die Köpfe. Wie geht es weiter in der Schachbundesliga? Und wann?

Unter anderem über diese gegenwärtige Ungewissheit haben wir mit Markus Schäfer gesprochen. Der Präsident der Schachbundesliga blickt mit uns zurück auf eine angefangene Saison, über der der Schatten eines Rückzugs liegt, und voraus auf kommenden Serien, in denen sich das eine oder andere ändern könnte.

Schäfer besorgt die Tendenz, dass in den oberen Ligen des Schachs immer weniger Deutsche am Brett sitzen. Diesen Trend möchte er per Erlass stoppen: Eine Regel solle festschreiben, dass in jeder Mannschaft ein bestimmtes Minimum an Partien von Einheimischen gespielt werden muss.

IM Markus Schäfer am Brett. | Foto: Georgios Souleidis/Schachbundesliga

Der Bundesliga-Vorstand hat unmittelbar nach dem Lingener Rückzug mitgeteilt, der SV Lingen habe „fahrlässig“ und auf „unzureichenden Finanzierungsgrundlagen“ am Wettbewerb teilgenommen. Wie bewertest du zwei Monate später die Situation?

Genauso. Unsere Einschätzung hat sich bestätigt, dass eine Finanzierungslücke ausschlaggebend für den Rückzug war. Ein außergewöhnlicher Fall übrigens. Wenn es zu Rückzügen aus der Bundesliga kommt, liegt das in der Regel nicht am Geld, sondern an personell-organisatorischen Problemen, weil der Spielbetrieb des Vereins so sehr an einzelnen Personen hängt, dass die Erstligazugehörigkeit nicht weitergeführt werden kann, sobald diese Person nicht mehr weitermachen kann oder will.

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