Juni 26, 2022

Der Regium-Effekt: Jetzt entwickelt DGT ein Wunderbrett

Das Wunderbrett von Regium wird ein Wunschtraum bleiben. Aber während nun die mit Ungereimtheiten gespickte Regium-Kampagne den Bach runtergeht, während abzusehen ist, dass wir von dieser Firma nicht wieder hören werden, wird anderswo tatsächlich an einem Wunderbrett gearbeitet. DGT will wahr machen, was Regium angekündigt hat. Im Prinzip zumindest.

Das Schachbusiness ist beherrscht von Quasi-Monopolisten, die auf ihren Feldern niemand vor sich hertreibt, die niemand zu Ideen und Entwicklungen zwingt. Darum hatten wir schon in unserer ersten Berichterstattung zum Wunderbrett von Regium angemerkt, dass Wettbewerb fruchtbar wäre. Nun hat sich herausgestellt, dass allein das Auftauchen eines potenziellen Wettbewerbers Kräfte freisetzt, selbst wenn dieser potenzielle Wettbewerber noch gar kein Produkt hat.

DGT-Chef Hans Pees (Mitte) hätte gerne ein Wunderbrett im Portfolio. Nachdem Regium mit seinem Schachspieler-Wunschtraum an die Öffentlichkeit gegangen war, hat Pees seine Entwickler darauf angesetzt, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Die New-in-Chess-Macher Remmelt Otten (links) und Dirk Jan Ten Geuzendam (rechts) haben sich derweil ebenso wie chess.com und chess24 aus dem Regium-Werbeetat bedient, ohne genau hinzuschauen, für was und mit wem da eigentlich geworben wird (siehe Tweet weiter unten). | Foto: Amruta Mokal/ChessBase India

Kaum hatte Regium der Welt sein Wunderbrett per Video vorgeführt (tatsächlich gesehen hat es noch niemand), steckten bei DGT die Entwickler die Köpfe zusammen, um auszuloten, ob es so etwas tatsächlich geben kann. Und ob nicht auch die niederländische Firma so ein Brett entwickeln und zu einem vertretbaren Preis vertreiben könnte. Einen Markt dafür gäbe es, das zeigt die anfängliche Begeisterung, die Regium ausgelöst hat.

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