Oktober 20, 2021

Das Wunderbrett: Zu gut, um wahr zu sein?

Für jeden, der ein bisschen genauer hinschaute, war es offensichtlich: Hier will jemand mit Hochglanzversprechungen das schnelle Geld machen und nebenbei ein paar E-Mail-Adressen einsammeln, um sie dem meistbietenden Werbemail-Versender zu verkaufen. Seriös ist das nicht.

Es wäre ja auch zu schön. Ein richtiges Turnierbrett, auf dem sich die Figuren wie von Geisterhand bewegen. Blitzschnell, ohne Ruckeln, ohne schnarrende Mechanik. Unterstützt von allen Plattformen, von chess.com über ChessBase, chess24 bis Lichess. Auch geeignet zur Turnierübertragung, kompatibel mit DGT-Uhren. Sogar einen Prototypen des Wunderwerks gab es schon, zu besichtigen in diesem Video:

„Will ich haben! Sofort!“, ruft da bei weitem nicht nur der Schreiber dieser Zeilen. In diversen Schachforen brachen sogleich Debatten darüber aus, was von diesem Wunderwerk zu halten ist. Die Leute schauten genauer hin.

Zwei „Schachspieler“, die kein Schachspieler kannte

Und zweifelten erst einmal an, dass dieses Video echt ist. Ist es nicht viel eher einer Grafikwerkstatt entsprungen? Nach jedem Zug zieht sich die Hand aus dem Bild zurück, Schatten gibt es nicht. Das Brett ist unfassbar flach angesichts der Elektromagneten und Elektronik, die sich darin verbergen müssten. Zum Schluss noch die euphorischen Testimonials zweier „Schachspieler“, die kein Schachspieler je gesehen hatte.

Weiterlesen auf „Perlen vom Bodensee“

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