Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde, ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr!

Die Voraussetzungen bei der Schach-WM 1981 waren für Viktor Kortchnoi nicht die Besten. Zwar hatte er in den Zweikämpfen mit Anatoli Karpov 1974 (Kandidatenfinale) und 1978 (WM-Kampf) jeweils nur knapp verloren, jedoch sagen die Endresultate nur wenig über den Verlauf der Wettkämpfe aus, bei denen er zunächst lange Zeit einem hohen Rückstand hinterher lief und somit zu keinem Zeitpunkt selbst in Führung gelegen hatte.

Neben dem Altersunterschied sprach gegen Kortchnoi 1974 auch die bekannte Tatsache, dass Karpov der anerkannte Liebling des Sowjet-Regimes war, wie einst Michael Botwinnik, dem jede Unterstützung zu Teil wurde, wenn er nur danach verlangte.

Die Ereignisse seit dem Wettkampf auf den Philippinen 1978, in der Metropole Baguio City, hatten den Hass Kortchnois auf die Sowjetunion und Karpov eher grösser werden lassen, da seine Familie nach seiner Flucht im Jahre 1975 vom Sowjet-Regime bis dahin an der Ausreise gehindert wurde. Zudem saß sein Sohn Igor wegen Wehrdienstverweigerung im Gefängnis. Nach Auffassung Kortchnois hätte nur ein Wort seitens Karpov in Richtung der Verantwortlichen des Sowjet-Regimes genügt und seine Familie hätte ausreisen dürfen

Nach einem 3:0 Rückstand nach nur vier Partien, sah es wieder einmal schlecht für den Herausforderer aus. Doch in der 6. Partie gelang ihm eine beachtliche Partie und Kortchnoi verkürzte damit am Ende etwas glücklich, aber hoch verdient, auf 1:3.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

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