Januar 24, 2022

Noch eine Duftmarke: Aufsteiger Lingen bleibt oben dran

Conrad Schormann – Womöglich wird sich Meisterschaftsfavorit Baden-Baden nach dem heutigen Sieg über Solingen seinen engsten Verfolger Runde für Runde aus nächster Nähe anschauen können. Reisepartner Deizisau steht nach einem Kantersieg über Mülheim Nord nun ebenfalls bei 6:0 Punkten. Nur der SV Werder Bremen kann mit diesen beiden mithalten, musste aber für sein 4,5:3,5 über Speyer-Schwegenheim hart arbeiten. Aufsteiger SV Lingen hat derweil eine weitere Duftmarke gesetzt: Sieg über die starken Hockenheimer, einer, den wir gerne mit drei Diagrammen garnieren.

Hamburg

Hamburger SK – SC Viernheim 4:4 
SG Turm Kiel – Aachener SV 7:1

Gleich zum Auftakt gegen Hockenheim hatte Meisterschaftskandidat Viernheim Federn gelassen, nun reichte es gegen Hamburg nur zu einem 4:4. An der nominellen Stärke der Hamburger lag das eher nicht, an der effektiven Stärke durchaus. Zwei Punkte aus drei Partien holten die ohne Duda und Sarin spielenden Hamburger an den ersten drei Brettern, an denen den hanseatischen 2500+-Großmeistern gefühlte 2700er gegenübersaßen. Luis Engel (Brett 3) organisierte in scheinbar bedrängter Lage einen wuchtigen Angriff gegen den König von Igor Kovalenko, brach durch, zwang seinen Gegner zur Aufgabe und hielt seine Mannen im Match. Beim Stande von 4:3 für Viernheim gewann schließlich Sune Berg Hansen ein Damenendspiel gegen Bassem Amin, den besten Spieler des afrikanischen Kontinents.

Bassem Amin, stärkster Spieler Afrikas, aber am Samstag nicht der stärkste Spieler in Hamburg. || Foto: Grand Chess Tour

Es wäre ein Wunder, würden sie die Klasse halten, die Aachener wussten das schon vor Saisonbeginn. Sehenden Auges stürzen sie sich in das Abenteuer Bundesliga, messen sich nun Runde für Runde mit übermächtigen Gegnern und hoffen, den einen oder anderen zumindest ärgern zu können. Gegen die SG Turm Kiel gelang ihnen das zumindest am fünften Brett, an dem FM Rudolf Meesen dem 300 Elo schwereren GM Jesper Sondergaard Thybo die Dame abklemmte. An den anderen Brettern schlugen sich die Aachener zumindest wacker. Früh zeichnete sich eine Niederlage ab, aber ein 1:7 hätte es nicht werden müssen.

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