Krach zwischen dem DSB und der Deutschen Schachjugend – Jörg Schulz freigestellt

74 Antworten

  1. Walter Rädler sagt:

    Das Schach-Volk scheint mit der Einschätzung der Arbeit von Jörg Schulz anderer Ansicht zu sein wie die Vorstandschaft des DSB.
    Keiner will, dass die Ausgaben für Personalentlassungen innerhalb kürzester Zeit auf über 100 000 Euro steigen. Dafür sind auch die Anwaltskosten explosionswartig in die Höhe gekracht.
    BITTE DIE PETITION pro DJS contra Geldvernichtung unterschreiben:
    http://https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/Deutscher_Schachbund_Keine_Kuendigung_des_Geschaeftsfuehrers_der_DSJ_Joerg_Schulz

  2. Mädchenschach auf Facebook sagt:

    Am Dienstag wurde vollkommen unerwartet unserer Geschäftsführer Jörg Schulz vom DSB freigestellt. Der Schachbund plant ihm am Freitag per Präsidiumsbeschluss zu kündigen.
    Jörg hat sich in den vergangenen Jahren immer für das Mädchenschach in Deutschland eingesetzt. Unter ihm ist die Mädchenschach-Grand Prix Reihe entstanden, der Mädchenschach- und Frauenschachkongress, die Mädchenschachbetreuerinneausbildung.
    Der DSB greift mit der Kündigung massiv in die Eigenständigkeit der DSJ ein und schadet dem Mädchenschach in Deutschland. Bitte helft uns dies zu verhindern.

  3. Till sagt:

    Habe nicht verstanden warum Jörg Schulz gekündigt wurde.

  4. Peter Held sagt:

    Das ist ja eine Katastrophe! Soweit ich sehe kann macht die DSJ seit Jahrzehnten bei der Organisation der mannigfaltigen deutschen Jugendmeisterschaften hervorragende Arbeit (was man nicht von allen Aktionen des DSB behaupten kann) und Jörg Schulz hat daran seit über 30 Jahren sehr großen Anteil.
    Wenn man dann noch bedenkt, dass Jörg wenige Jahre vor seiner Verrentung steht, wird dies für mich noch schwerer verständlich und ich vermute auch, vor einem deutschen Arbeitsgericht kaum oder nur unter enormen Kosten durchsetzbar (ich habe keine Ahnung, was die tatsächlichen Gründe für die Freisetzung sein sollen). Möglicherweise denkt Herr Fenner hier, er könne seine Erfahrungen aus seinem Berufsleben in den USA einfach auf das Deutsche Arbeitsrecht übertragen – da sind schon ganz andere dran gescheitert.
    Aber vor allem mache ich mir jetzt Sorgen um das erfolgreiche Weiterbestehen der DSJ.

  5. Thorsten Gruen sagt:

    Wenn jemand bereits 30 Jahre in einer Firma oder Organisation beschäftigt ist, dann hat er natürlich auch einen Kündigungsschutz(KSchG).
    § 1 Sozial ungerechtfertigte Kündigungen
    (2) Sozial ungerechtfertigt ist die Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist. […].
    Insofern sollte er der Kündigung widersprechen und eine Kündigungsschutzklage anstreben.
    Außerdem hätte er Anspruch auf “0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.” In diesem Fall 15 Monate.

    Was wieder einmal sauer aufstößt, ist der dem Anschein nach erdogansche Führungsstil von Ulrich Krause. Wenn es Punkte gäbe, die Punkt 2 rechtfertigen, dann soll er es doch sagen. Es ist fürchterlich, welches Bild der deutsche Schachbund wieder einmal abgibt. Keine Information, obwohl der Bereich Öffentlichkeitsarbeit auf Wunsch von Herrn Krause verstärkt worden ist. Während ich vor mehreren Monaten, als Herr Krause die Pressefreiheit einschränken wollte, noch Verständnis hatte, dass er seine Mitarbeiter schützen wollte, ist die Situation immer noch nicht besser geworden. Öffentlichkeitsarbeit findet einfach nicht statt.

    Aber den Grüßbudda für die FIDE spielen.

  6. Werner Berger sagt:

    Findet das Kündigungsschutzgesetz überhaupt Anwendung, oder ist der DSB ein Kleinbetrieb im Sinne von § 23 Abs. 1 S. 3 KSchG mit weniger als zehn Arbeitnehmern? Erwägungen zu Kündigungsschutz und Abfindung erübrigen sich damit. Mit dem Berufsleben in den USA hat das nichts zu tun.

    • Thorsten Manntheuffel sagt:

      Damals war die Grenze bei 6 Mitarbeitern. Vertrauensschutz hat er nr, wenn der DSB damals mindestens 6,25 Mitarbeiter hatte. (Teilzeitkräfte werden mit 0,75 oder 0,5 gezählt, es müssen mehl als 6 sein, daher 6,25)

  7. Thorsten Gruen sagt:

    Es ist ein Kleinbetrieb, aber es gilt der Bestandsschutz für Mitarbeiter, die vor dem 01.01.2004 eingestellt wurden, da erst zu diesem Zeitpunkt die SPD und die Grünen die Rechte der Mitarbeiter eingeschränkt haben.

  8. Thomas Pähtz sagt:

    Ich finde es verblüffend, wie viele hier Jörg Schultz verteidigen und gute Arbeit unterstellen. Ich kann mich zu meiner aktiven Zeit nur daran erinnern, dass er als Quasi-Alleinherrscher bestimmt hat, welche Jugendliche zur EM und WM fahren und welche nicht. Und diese Entscheidungen traf er nicht nach Leistung, sondern auf Basis persönlicher Emfindungen (sehr zu meinen Ungunsten, siehe unten). Aber mal ganz von meinen Erfahrungen abgesehen, Jörg Schultz war fast 30 Jahre am Stück an der Macht, da könnte einem schon der Gedanke kommen, dass seine Wahlen über die Jahre mit Demokratie nicht mehr so viel zu tun hatten (zugegeben, das ist Spekulation).

    Nun zu den Fakten, die meine eigene Laufbahn betreffen:
    1. Ich wurde als 9-Jähriger (1992) 5. bei den Deutschen Meisterschaften U11 und war bester Teilnehmer mit Alter <=10 Jahren. Die WM U10 fand damals in Duisburg statt. Jörg Schultz entschied, dass Deutschland keinen in der Altersklasse U10 zur WM schickt.
    2. Ich wurde als 10-Jähriger (1993) Deutscher Meister U11. Jörg Schultz entschied, dass ich weder EM noch WM (U10 oder U12) bekomme, ohne Begründung. Zum Vergleich: Ferenc Langheinrich, der 1994 Deutscher Meister U11 wurde, bekam sowohl EM als auch WM, nicht nur 1994, sondern auch die darauffolgenden Jahre. Fakten 1. und 2. haben maßgeblich dazu beitragen, dass ich mit etwa 11, 12 Jahren aufgehört habe, Schach ernsthaft zu trainieren. Ich wurde dennoch 2 weitere Mal Deutscher Meister (1999 U16, 2001 U18) und einmal zweiter (1998 U15).
    3. Nach meinem U18 Titel (2001) hat Jörg Schultz unter Zeugen sinngemäß gesagt, es sei eine Schande für das Deutsche Schach, dass Thomas Pähtz jr. Deutscher Meister geworden ist. Nach 2001 habe ich mit Schach quasi aufgehört (bis auf vereinzelte Mannschaftswettkämpfe).

    Die Entscheidungen Jörg Schultz bezüglich der EM und WM-Vergabe zu meinen Ungunsten lassen sich allesamt auf sein Verhältnis zu meinem Vater zurückführen. Es ist kein Geheimnis, dass die beiden sich nicht mochten (und das ist höflich formuliert). Alleine schon diese Tatsache (das war relativ weit bekannt) hätte zu seiner Entlassung vor 20 Jahren führen müssen.

    Zu meiner Person: Ich bin Thomas Pähtz, Bruder von Elisabeth Pähtz, und arbeite momentan als Professor für Theoretische Geophysik an der Zhejiang Universität in China. Das "Junior", das meinem Namen früher immer zugesetzt wurde, ist nicht Teil meines Namens. Ich empfehle den Titel Dr. zu verwenden, wenn man meinen Namen von den meines Vaters unterscheiden möchte.

    • Klaus Zachmann sagt:

      Zunächst einmal geht es nicht darum, ob Jörg Schulz zu recht oder zu unrecht gekündigt werden soll.
      Es geht darum, dass das DSB-Präsidium nicht seiner Verantwortung gerecht wird und zum Wohle des Schachsports agiert.
      Wenn etwas nicht gut läuft, dann setzt man sich zusammen, bespricht das und sucht nach Lösungen.
      Bisher hat man das genaue Gegenteil gemacht.
      So wie sich das bisher darstellt, bekommt das jeder Kindergarten besser hin, da hilft auch kein Dr.-Titel.

  9. Holger Namyslo sagt:

    @Thomas Pähtz: nicht alle schreiben sich mit einem “t”

  10. Thorsten Gruen sagt:

    Hallo Herr Dr. Pähtz, eigentlich sind es doch nur die ersten beiden Wortbeiträge, die Herrn Schulz verteidigen. Mir geht es um Transparenz. Herrn Schulz kenne ich nicht, und ich kann erst recht nicht beurteilen, ob es gerechtfertigt ist. Insofern habe ich die Petition nicht unterschrieben. Aber trotzdem muss sich der DSB an die geltenden Gesetze halten, und die Entscheidungen sollten den Mitgliedern des Schachbundes auch mitgeteilt werden.

  11. Hütte sagt:

    Unabhängig von den Gründen für die Entlassung ist es doch wieder mal die Vorgehensweise des DSB, die ich in keiner Weise nachvollziehen kann. Da wird ein seit 30 Jahren beschäftigter Mitarbeiter einfach morgens vor die Tür gesetzt. “Raum deinen Schreibtisch und raus.” So geht man doch nicht mit Menschen um.

    Aus Sicht der DSJ ist das natürlich ein Eklat. Ohne Absprache mit der DSJ wird der einzige hauptamtliche Mitarbeiter entlassen. Des Weiteren wird er sofort freigestellt und kann wichtige fristgebundene Angelegenheiten nicht mehr erledigen. So kann man nicht zusammenarbeiten. An Stelle der DSJ würde ich alle Arbeiten sofort einstellen. Soll doch der DSB die Mannschaftsmeisterschaften Ende Dezember organisieren. Seit Krause/Fenner haben sich die Umgangsformen im DSB radikal verschlechtert. Es wird ein Scherbenhausen nach dem anderen produziert.

    @Thomas Pähtz: fast 30 Jahre gewartet um eine Rechnung zu begleichen.

  12. Kommentare auf Facebook sagt:

    Gustaf Mossakowski
    Das Haifischbecken, ist das der DSB? Das kenne ich aus der DSJ nur aus dem Chaosvorstand um die Jahrtausendwende. Eigentlich dominiert dort die Sacharbeit. Natürlich gibt es dabei auch oft unterschiedliche Auffassungen. Dabei konnte ich aber nicht feststellen, dass man zum Schluss eines Disputs immer der Auffassung des DSJ-Geschäftsführers folgte. Ich kenne zahlreiche Gegenbeispiele.

    Klaus Jörg Lais Gustaf Mossakowski
    JS wusste sich stets glänzend zu vernetzen, wenn es um seine Belange ging. Meiner Erinnerung nach hat ihm niemand auf die Finger geschaut, während er seine überall drin hatte, auch in Dingen, die ihn nichts angingen. Präsidiumsarbeit, vor allem mit ihm und seinen Verbündeten an einem Tisch, war tatsächlich ein Haifischbecken. Dabei wäre er in den meisten Dingen nicht mal stimmberechtigt gewesen. Intrigen, Koalitionen, Verbündete, Freunde die zu Feinden werden, Polemik, gezielte Falschaussagen… wer in diesem Präsidium arbeitete, der lernte, wie Politik tatsächlich funktioniert. Und mittendrin JS als Dreh- und Angelpunkt. Ehrlichkeit war eine leere Phrase. Die Bayern haben jahrelang versucht, JS abzuschießen, weil er ihnen viel zu viel Macht anhäufte. Unterstützt wurden sie dabei jeweils von wechselnden Koalitionen. Gereicht hat es leider nie. Dass es jetzt noch so kommen soll, wundert mich und ist zumindest in dem Sinne unfair, als dass man es jahrelang toleriert hat. Das hätte schon vor fünfzehn Jahren geschehen sollen. Eigentlich tut es mir jetzt sogar leid, wenn ich mich in seine Position versetze – so wie er es immer gehalten hat, ist es ja gut gegangen.

    Gustaf Mossakowski
    Das Haifischbecken, ist das der DSB? Das kenne ich aus der DSJ nur aus dem Chaosvorstand um die Jahrtausendwende. Eigentlich dominiert dort die Sacharbeit. Natürlich gibt es dabei auch oft unterschiedliche Auffassungen. Dabei konnte ich aber nicht feststellen, dass man zum Schluss eines Disputs immer der Auffassung des DSJ-Geschäftsführers folgte. Ich kenne zahlreiche Gegenbeispiele.

    Klaus Jörg Lais
    Mich wundert, dass das überhaupt noch mal geschieht. Wäre der DSB ein Unternehmen, wäre er schon seit vielen Jahren nicht mehr Geschäftsführer. Ich habe außer ihm noch nie einen Menschen kennengelernt, der so von sich selbst überzeugt ist und keine seiner selbstherrlichen Entscheidungen hinterfragt. Wer im DSB J.S. als Feind hatte, war auf Dauer verloren. Wie jemand mit diesem Horizont so viel Macht anhäufen konnte, ist mir bis heute unbegreiflich. Es profitierten zu viele und zu viel davon, sich seiner Gunst durch ihr Abstimmungsverhalten sicher zu sein. Das konnte nur geschehen, indem man ihn dreißig Jahre lang gewähren ließ. Ist ja immer gut gegangen, nicht wahr? Sowas hinterfragt man nicht. Jedenfalls nicht öffentlich im Haifischbecken. Wenn sich jemand für die Politik empfehlen möchte, dem empfehle ich zunächst ein Studium der Verbandspolitik. Idealerweise beim DSB. Wobei ich nicht wirklich glaube, dass es in anderen Verbänden sauberer zugeht.

    Eike Schwede
    Um es nochmal deutlich zu sagen, die Stelle ist zum Teil durch Gelder finanziert, die das Deutsche Schach nur erhält, weil es eine eigenständige Jugendorganisation hat.

    Clemens Werner
    Wenn man das gelesen hat, versteht man, warum sich einige Leute zumindest über den Stil wundern, in dem ein so verdienstvoller Arbeiter für unsere Sache „abgeschossen“ werden soll. Das gilt völlig unabhängig von den geheimgehaltenen Hintergründen. Dieser Stil ist in jedem Fall indiskutabel schlecht.

    Martin Rieger
    Eine Kündigung in diesem Fall wird sehr schwierig werden und hätte vor dem Arbeitsgericht m.M. keine reelen Chancen.

    Frank Neumann
    Ein bemerkenswerter Vorgang, offenbar ohne erkennbare Strategie, Personalien sollten einer sachlichen, nachvollziehbaren Grundausrichtung folgen. Hinter JEDER Personalentscheidung stehen menschliche Betroffenheiten – positiv bei Karrieresprüngen, negativ bis existenzgefährdend bei Trennungen. Gutes Management berücksichtigt beides, kommuniziert mit den Betroffenen und hat für die Stakeholder eine transparente Argumentation. Wohl nicht beim DSB, jetzt bitte keine Schlammschlacht in der Öffentlichkeit, das verunsichert Verbände und Vereine sowie viele Mäzene!

    Gerry Hertneck
    Ich finde, dass hier von den meisten ein bisschen vorschnell geurteilt wird. Prämisse derjenigen, die Schulz verteidigen, ist ja wohl, dass er keine Pflichtverletzung begangen hat. Es könnte aber umgekehrt sein, dass es doch so war, aber wer kann das ohne Insiderinformationen beurteilen? Ich jedenfalls nicht. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass das Präsidium nicht grundlos so gehandelt hat. Die nächste Frage lautet dann, ob der Schritt verhältnismäßig ist. Also wie schwer war die Pflichtverletzung? Gab es zum Beispiel bereits zuvor eine Abmahnung? Ich denke, das wäre das mindeste, was vorliegen müsste, Generell würde ich den Beteiligten hier zu einem Vergleich oder einer Mediation raten…

    Philipp Müller
    Wenn Jörg Schulz etwas Schlimmes verbrochen hätte, wäre ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag Usus gewesen.
    Ohne die nötigen Informationen hätte ich gesagt, dass Jörg Schulz eine Kündigungsschutzklage einreichen soll beim Arbeitsgericht.
    Aber ja, es ist müßig, hier Dinge hinein zu interpretieren.

    Walter Rädler
    Eine Abmahnung, die im Stimmenverhältnis mit 3:2 abgestimmt wurde und wo das DSJ-Bashing den Anfang nahm. Ich gehe davon aus, dass die Abmahnung vor keinem Gericht der Welt durchgeht. Der Grund: Jörg Schulz hat dem Präsidenten in der Öffentlichkeit widersprochen!

    Andreas Schenk
    In erster Linie dürfte es hier um eine arbeitsrechtliche Angelegenheit handeln, die von der breiten Öffentlichkeit nicht zu beurteilen ist. Die Außendarstellung beider Parteien scheint mir daher etwas unsachgemäß.

  13. Franz Jittenmeier sagt:

    Es sei noch einmal darauf hingewiesen. Wer seinen Namen nicht angibt und eine ungültige Mail-Adresse nutzt, dessen Kommentar wird nicht veröffentlicht.

  14. Kristine Pews sagt:

    Malte Ibs meint, wenn Jörg Schulz entlassen wird, dann schmeißt er alles hin und einige aus dem Vorstand auch noch. Da frage ich mich ernsthaft, was für Funktionäre Jörg Schulz so um sich versammelt hat. Keiner findet sich im Vorstand, der da sagte, jetzt machen wir erst recht weiter? Wenn einer geht muss die Schachjugend neu aufgebaut werden? Ein gutes Aushängeschild für die Arbeit des Jörg Schulz. Nur Ja-Sager dulden, aber keine Macher.
    Was die Förderanträge betrifft, die zum 15.11.2019 beim Sportbund sein müssen, jedoch am 11.11.19 noch nicht abgesandt wurden, das erlauben sich nicht einmal ehrenamtliche Mitarbeiter. Die hätten die Anträge zu dem Zeitpunkt schon längst losgeschickt. Ach ja, für die Abrechnung der Fördermittel gibt es Förderrichtlinien und nette Mitarbeiter bei den entsprechenden Sportbünden, die gerne Fragen beantworten.
    Soweit ich das weiß, gibt es mit Astrid Hohl und Kevin Högy zwei Leute, die extra für die Schachjugend angestellt sind. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter, aber Malte Ibs meint, sie müssen alle Projekte für 2020 auf´s Eis legen, weil nur ein Jörg Schulz in der Lage ist solche Sachen zu stemmen. Also ein Verein wäre bei solch einer Einstellung schon längst den Bach runter gegangen.

    • Gustaf Mossakowski sagt:

      Die Vorstandsmitglieder der DSJ werden von der Jugendversammlung gewählt, an der Sie ja auch bereits teilnahmen, das dürfte Ihnen daher bekannt sein. Die Aktiven werden nicht vom Geschäftsführer ausgesucht und bei Ungehorsam ihres Amtes enthoben, das ist undenkbar und wäre auch nicht durchsetzbar. Ende der 90er Jahre wurde sogar von der Jugendversammlung der komplette bestehende Vorstand abgewählt, da der damalige Spielleiter es mit diversen Lügen schaffte, sich als unersetzbar darzustellen. Und: Ganz im Gegensatz zu Ihrem Eindruck gibt es sehr viele »Macher« in der DSJ und auch eine oft kontroverse Diskussion. Warum stoßen Sie hier den engagierten Ehrenamtlichen vor den Kopf?

  15. Norbert Bogner sagt:

    Es geht hier nicht ums Kündigungsschutzgesetzt sondern eher wie im DSB mit der DSJ und den Mitarbeitern umgegangen wird, wo der Vorsitzende der DSJ noch nicht mal vorher gefragt wird- zum Thema Eigenständigkeit der Schachjugend und Fördermittel kann man sich ja informieren. Die DSJ hat in den letzten Jahren oft einen super Job im Rahmen der Möglichkeiten gemacht man denke an die ganzen Großverantaltungen die dort gestemmt wurden und die Strahlkraft die diese Veranstaltungen hatten. Das ist der Verdiinst von Jörg Schulz immer wieder Leute zu finden die bereit waren sich dafür zu engagieren. Wenn man dann jemanden morgens nach 29 quasi vor die Türe setzt müsste ja weiß Gott was vorgefallen sein. Wenn dem Schachjugendvorsitzenden dann kein besonderer Grund genannt wird oder werden kann dann ist das mehr wie seltsam bzw. muss man dann von Trump´schen Verfahrenswegen sprechen.

    @Dr. Thomas Pähtz, Ich bin kein besonderer Freund von Jörg Schulz – sein Verhältniss zu Leistungssport im Jugendalter war immer sehr schwierig und wir hatten einige kontroverse Momente – davon war mein Sohn auch betroffen. Ob Jörg Schulz vor 2001 die Möglichkeit hatte Nominierungen zu machen oder nicht weiß ich nicht. Ich weiß nur dass in der Zeit ab 2001 (da war ich persönlich involviert) diese Dinge von der Kommission Leistungssport des DSB festgelegt wurden und da habe ich derartiges nicht erlebt, geschweige denn war Jörg Schulz dort Mitglied oder stimmberechtigt – ihre Schwester war ja selbst teilweise Mitglied der Kommission und kennt die Abläufe.

  16. Eckart Reuss sagt:

    Zu unterstellen, dass die Entlassung willkürlich vorgenommen wurde, ist schon erstaunlich.

  17. Henning Geibel sagt:

    Mit Kopfschütteln und Unverständnis habe ich dem Offenen Brief entnommen, dass der Deutsche Schachbund den Rausschmiss von Jörg Schulz beabsichtigt. Auch das Schreiben von Malte Ibs beim “Schachticker” habe ich mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.

    Es ist mir völlig unbegreiflich, dass sich der Verband von einem Mitarbeiter trennt, der über Jahrzehnte hinweg hervorragende Arbeit geleistet und sich besondere Verdienste um die deutsche Schachjugend erworben hat. Noch unbegreiflicher ist mir, auf welch schnöde und menschenverachtende Art und Weise dies passiert ist.

    Anscheinend ist es in der Geschäftsstelle des DSB zu Animositäten zwischen Dr. Fenner und Jörg Schulz gekommen, die sich im Laufe der Zeit aufgeschaukelt haben. Fenner wird es wohl auch sein, der Ullrich Krause angestiftet hat, diesen Schritt zu tun.

    Es ist nicht das erste Mal, dass sich der DSB in dieser schändlichen Weise von einer verdienten Kraft trennt: Vor etwa 1 1/2 Jahren hat der DSB eine langjährige und sehr erfahrene Mitarbeiterin ebenfalls von jetzt auf nachher ohne jegliche konkrete Gründe heraus geschmissen wie einen alten Putzlumpen.

    Ich finde diese Art von Personalpolitik zum Kotzen und schäme mich inzwischen, dass Leute wie Krause und Fenner an der Spitze des Deutschen Schachbundes stehen!

    In der Hoffnung, dass Deine und Eure Initiative noch etwas Positives bewirken kann, bin ich mit den besten Grüßen

    Henning Geibel

  18. Peter Kalkowski sagt:

    Eine Transparente Begründung wird sicher noch folgen, dieser Bericht bietet viel Raum für Spekulationen.
    Wenn ein entschlossenes Präsidium gewachsene Strukturen durchleuchtet und Entscheidungen trifft oder treffen muss zum wohl des Unternehmens/Verbandes, muss das nicht unbedingt mit schlechter Personalführung zu tun haben.

    • Klaus Zachmann sagt:

      Ein entschlossenes Präsidium sollte zumindest die interne Kommunikation hinbekommen.
      Dass das nicht der Fall ist, ist ja kein Geheimnis.
      Und von einer gut vorbereiteten Hauptausschussversammlung kann man auch nicht sprechen.
      Das DSB-Präsidium hat auf jeden Fall schlecht gearbeitet. Es ist nur die Frage, wer hat hierbei welchen Anteil?

  19. Alexander Bösel sagt:

    Der eigentliche Skandal ist ja nicht, dass ein Mitarbeiter der fast 30 Jahre lang dabei war entlassen wird. Das ist tragisch aber dafür mag es ja vielleicht tatsächlich Gründe geben. Angenommen es gebe einen Grund, dann hätte man ihn aber doch wenigstens dem DSJ-Vorsitzenden als Verantwortlichen und Jörgs fachlichen Vorgesetzten mitteilen müssen. Man hätte laufende Aufgaben, wie die Fertigstellung der Förderanträge umverteilen müssen, damit der Schaden für die DSJ und somit auch für den gesamten Verband möglichst gering bleibt. Man hätte den Rauswurf vielleicht auch nicht gerade in der Woche durchführen sollen, wenn der Vorsitzende der DSJ im Urlaub ist.

    Das ist doch keine Art wie man einen Verband führt. Insofern kann ich es schon verstehen, wenn sich viele Mitarbeiter der DSJ mit der Frage beschäftigen, ob sie weiter machen sollen. Einen Mitarbeiter wie Jörg Schulz zu ersetzen ist schwierig, aber das eigentliche Problem ist doch, dass das Vertrauensverhältnis zum DSB Präsidium jetzt komplett zerstört ist.

    Ich wünsche den Verantwortlichen viel Erfolg und ein Wunder. Vielleicht gelingt es ja die Wogen zu glätten. Ich befürchte aber, dass es jetzt darauf hinausläuft, dass entweder die DSJ auseinander bricht oder Herr Krause abgesetzt wird. So oder so wird der Schaden enorm sein.

  20. Hans-Joachim Markus sagt:

    Ich bewundere Herrn Krause für seinen Mut, den erwartbaren Shitstorm durchzustehen.

  21. Walter Rädler sagt:

    Wenn ein entschlossenes Präsidium gewachsene Strukturen durchleuchtet und Entscheidungen trifft oder treffen muss zum wohl des Unternehmens/Verbandes, muss das nicht unbedingt mit schlechter Personalführung zu tun haben.
    => Damit hast du total Recht. Diese Entscheidung, die wenn sie durchgezogen wird, dem Verband meines Wissens einen langfristigen riesigen finanziellen Schaden geben wird, denn die Eigenständigkeit der DSJ wurde nicht beachtet und evtl. brechen alle Zuschüsse auf dem Sektor ein. => Wenn das passiert, wäre das eine mehr als große Katastrophe.
    Aber das Präsidium muss erklären, warum es sehr viel Geld ausgibt, um einen hervorragenden Mitarbeiter mit unglaublichem Know-How rausschmeißt. Wussten Sie, dass Jörg mit seinen Kontakten beim Deutschen Schachbund es geschafft hat, dass seine Stelle und eine weitere extern bezahlt wird. Der Mann bringt unglaublich viel Geld und kostet nichts. Zudem löst sich der Fall in vier Jahren sowieso von alleine, wenn die Rentenregel eintritt.

  22. Hütte sagt:

    wahrscheinlich weniger Mut, eher Selbstüberschätzung. Man kann solche Entscheidungen auch treffen und dabei alle entsprechenden Gremien einbinden. Man kann solche Entscheidungen auch durchsetzen ohne jedes Mal maximalen Schaden in der Außendarstellung zu verursachen. Man spart sich dann anschließend auch die Zeit um in Internet anonym zu posten, Links auf die Petition in Foren zu entfernen, und so weiter. Ferner verliert man auch nicht jedes Mal einen Haufen Ehrenamtliche (wie schon das Orga-Team der DSAM), die dann für immer verloren sind.

  23. Stefan Weinreich sagt:

    Die Spitzen im deutschen Schach scheinen sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen, anstatt diesen wundervollen (Denk-)Sport zu fördern. Leider kann man als Otto Normalspieler nicht oder kaum sinnvoll beurteilen, was da alles im Hintergrund läuft und wer wann welche Verfehlung begangen hat. Aber es wäre allein für die Außendarstellung schön, wenn sich der Deutsche Schachbund mehr um die Förderung des Schachs als die Beförderung von mehr oder weniger ungeliebten Schachfunktioniären kümmern würde.

    In diesem Sinne hoffe, ich, dass sich die Wogen möglichst bald glätten, die sicherlich vorhandenen Miß- und Unverständnisse baldigst aus dem Weg geräumt und der Fokus wieder auf das Schachspiel als solches gelegt werden.

    Gruß aus Wiesbaden
    Stefan

  24. Torsten sagt:

    Schade, dass wir auch im Schachsport schon so weit sind, dass derartige Dinge in den sozialen Medien ausgetragen werden.
    Solche Vorgehensweisen schaden letztendlich dem Schachsport, dem Verband, den Vereinen und allen Beteiligten sowieso.
    Petitionsplattformen verlieren ihre Daseinsberechtigung, wenn sie für primär eigennützige Interessen zweckentfremdet werden.

  25. Walter Rädler sagt:

    Hallo Torsten,
    es haben innerhalb eines Tages über 1 100 Schachfreunde ihre Meinung geäußert, dass ein extrem guter Schachfunktionär, der vielleicht auch Ecken und Kanten hat, seinen Job behalten soll, weil er ihn sehr, sehr gut macht. Es benötigt schon einen kriminellen Akt, um diese Entscheidung zu rechtfertigen, eine schiefe Nase reicht hierfür natürlich nicht.
    Wir haben keine Basisdemokratie, aber jeder, der in der Schachszene beheimatet ist erkennt, in welcher Richtung der Wind geht. Ich bin der Meinung, dass es keine primär eigennützigen Interessen sind, wenn man dafür sorgt, dass das Kinder- und Jugenschach in Deutschland die nächsten vier Jahre noch in guten Händen liegt, danach kommt ja die Rente von Jörg Schulz.

  26. Peter Kalkowski sagt:

    Auch hier ist fest zu stellen dass das Präsidium um Schachfreund Krause viele Feinde hat . Natürlich kann ich nicht beurteilen ob es hier eine sachliche Auseinandersetzung ist ,oder geht es um Posten ,Rache oder andere Dinge.
    Schlammschlachten rund um den DSB sind in der Vergangenheit nicht außergewöhnlich. Das sich Niedersachsen und Baden zu Wort meldet war eh nur eine Frage der Zeit, Bayern wird folgen.
    Es sind eben immer die gleichen Verbände die Einwände gegen das wirken von Herrn Krause hegen,die Opposition hat sich wieder formiert.
    Nach den letzten Wahlen war eh ab zu sehen wann der nächste Knall kommt, das war so zu sagen eine stille ansage.

    • Klaus Zachmann sagt:

      Da irren Sie sich. Ich kenne Herrn Krause nicht. Mit dem DSB hatte ich nur 2004 bei der Organisation des DSB-Kongresses in Mainz Berührungspunkte.
      Ich war dort als Delegierter vom Schachbund Rheinland-Pfalz während des Kongresses dabei.
      Das DSB-Präsidium hat die Aufgabe professionell zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren.
      Und genau das passiert offensichtlich nicht.
      Wie sollen da gute Entscheidungen getroffen werden, wenn die Entscheider nur ganz kurzfristig und eventuell einseitig von einem komplexen Sachverhalt informiert werden?

  27. Walter Rädler sagt:

    Was sollen die Landesverbände sagen, wenn
    – ein sehr guter Mitarbeiter fristlos entlassen werden soll und das viel Abfindung kostet. WICHTIG: Im Augenblick arbeitet Jörg Schulz ausgabentechnisch für den DSB für lau (kostenlos), weil die Deutsche Schachjugend das Gehalt bezahlt.
    – Es droht jedes Jahr ein sechsstelliger Schaden, wenn die Deutsche Sportjugend die DSJ nicht mehr bezuschusst, weil die Eigenständigkeit der DSJ nicht ernst genommen wird.
    Ist das eine sachliche Auseinandersetzung oder geht es um Posten, Rache und andere Dinge. Das muss jeder für sich selber entscheiden, ich halte es für eine reine Sachauseinandersetzung.

    Der Grandmonsieur des DSB, Michael Langer hat bereits angekündigt, dass er Fragen stellen wird.
    Viele Jugendverbände und einige Erwachsenenverbände haben ihren Unmut schriftlich erklärt, 1206 Schachfreundinnen und Schachfreunde sind es mittlerweile. Die Stimmungslage ist ganz eindeutig.

  28. Werner Berger sagt:

    Nicht die Stimmungslage ist eindeutig, eindeutig ist nur, dass Sie hier Stimmungsmache betreiben mit nicht überprüfbaren Behauptungen von angeblicher Abfindung und ausbleibenden Zuschüssen der Deutschen Sportjugend.

  29. Peter Kalkowski sagt:

    Zitat “Grandmonsieur des DSB, Michael Langer hat bereits angekündigt, dass er Fragen stellen wird.”
    Also Fragen hätte ich auch aber an die Vorgänger vom aktuellen Präsidium. Herr Langer (wenn schon der Name im Spiel gebracht wird) war auch Sprecher der “Opposition” in der Schlammschlacht Bastians/Langer. Warum Kandidierte der Grandmonsieur des DSB nicht für das Amt des DSB-Präsidenten beim letzten Kongress , ist er lieber in der Postion als Heckenschütze ?
    Ich finde es unsachlich wenn ein Präsidium die eventuell unterlassene Arbeit in Sachen Personalpolitik von Vorgängern bereinigen muss (eventuell zu hohe Personalkosten oder andere Dinge?) und angegriffen werden ohne Hintergrundwissen von Kommentatoren(ich habe auch kein Hintergrund wissen).Wenn Herr Krause und Präsidium sich vergaloppiert haben (abwarten) muss eben Herr Krause und Präsidium abtreten. Aber das bedarf nicht unhaltbare Nachrichten ohne Quelle zu verbreiten und das sehr eifrig. Das ist dann ein automatischer Prozess.Was ich aber aus den Schlammschlachten erkennen kann , es ist kein Miteinander sondern jeder will sich autark was eigenes aufbauen.

    • Michael S. Langer sagt:

      Guten Morgen! Ich stelle Fragen zu Themen, die für den Niedersächsischen Schachverband relevant sind. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Ich meine, dass das auch für ehemalige Vizepräsidenten des DSB möglich sein muss. Auch bin ich der Ansicht, dass Fragen nicht automatisch mit irgendwelchen Ambitionen in Verbindung zu setzen sind.

      Viele Grüße!

  30. Vitus Lederle sagt:

    Lieber Herr Kalkowski,

    sie müssen den Menschen die sich hier zu Wort melden schon ein gewisses Insiderwissen zutrauen. Viele haben halt Angst unter Ihrem Klarnamen aufzutreten, da sie befürchten, dass sie der gleiche sinnlose Bannstrahl wie z.B. Louisa Nitsche und nun Jörg Schulz trifft. Jedem der ein wenig vernetzt ist, ist mittlerweile offenbar geworden, dass wir mit Marcus Fenner einen Geschäftsführer haben, dem jedwede Menschlichkeit und Achtsamkeit gegenüber Andersdenkenden vollkommen egal ist. Ob Ullrich Krause naiv und auf Fenner hereingefallen ist oder ob er hinter solchen Machenschaften steht, muss er nun offenbaren. Entweder er schafft uns Fenner und den Geist der mit ihm in Geschäftsstelle und DSB-Spitze eingekehrt ist wieder vom Hals oder die beiden müssen zusammen gehen.

  31. VitusLederle sagt:

    Lieber Herr Kalkowski,

    man kann den Menschen die sich hier äußern, schon ein gewisses Insiderwissen zutrauen. Viele haben halt Angst unter Ihrem Klarnamen aufzutreten, da sie befürchten, dass sie der gleiche sinnlose Bannstrahl trifft, wie z.B. Louisa Nitsche oder nun Jörg Schulz. Jedem der ein wenig vernetzt ist, ist mittlerweile offenbar geworden, dass wir mit Marcus Fenner einen Geschäftsführer haben, dem Menschlichkeit und Achtsamkeit gegenüber Andersdenkenden vollkommen egal sind. Ullrich Krause muss nun zeigen, ob er naiv und auf Fenner hereingefallen ist oder ob er selbst für diesen Geist steht. Entweder er schafft uns Fenner vom Hals und sorgt dafür, dass wieder Respekt und Miteinander entstehen oder es müssen beide gehen.

  32. Lutz Rott-Ebbinghaus sagt:

    In 2020 wird die DSJ 50 Jahre alt und steht wieder am Anfang, denn die Entwicklung der letzten Monate und Jahre zeigt deutlich, dass der DSB nicht verstanden hat, was eine eigenständige Jugendoragnisation bedeutet. Dieses Problem ist so alt wie die DSJ.
    Früher gab es noch profilierte Präsidenten (Kinzel, Hohlfeld, Ditt) und eine Geschäftsführung (Metzing, Friedrich) die den Wert der DSJ hoch schätzten und gemeinsam mit der DSJ die Angriffe der Landesverbände abwehrten. Natürlich gab es Differenzen, aber die konnten immer sehr kollegial gelöst werden.
    Doch inzwischen haben sich die Landesverbände den DSB endgültig zur Beute gemacht. Es geht nicht mehr um gemeinsame Ziele, sondern um persönliche Eitelkeiten und Machtansprüche. Das Bild, dass der DSB und seine Geschäftsstelle inzwischen nach außen hin bietet ist völlig desaströs. Ein völlig überfordertes Präsidium und ein neuer Geschäftsführer, der sich den DSB zu eigen macht. Seine Profilierung erfolgt mit dem Kampf gegen die DSJ.
    Die Auswirkung der letzten Jahre spricht für sich. Vom DSB hört man eigentlich nur noch im Zusamenhang mit gerichtlichen Auseinandersetzungen. Schach ist völlig nebensächlich geworden.
    Die jetzige Entwicklung hinsichtlich des DSJ Geschäftsführers Jörg Schulz setzt dem DSB die Krone auf. Dies ist nicht nur ein Frontalangriff auf die Eigenständigkeit der DSJ, sondern ein einziges Schmierentheater. Jörg Schulz hat sein Leben lang für das Schach gelebt. Ein sicher manchmal nicht einfacher Verhandlungspartner, aber immer an der Sache des Schachs ausgerichtet. Jetzt will man ihn die Wüste schicken und vermittelt den Anschein als hätte er sich persönlich bereichert oder er hätte silberne Löffel geklaut! Die Vorgehensweise des DSB ist einfach nur schändlich.
    Ich kann den Vorstand der DSJ nur auffordern, sich mit allen Mitteln den Angriffen des DSB auf die Eigenständigkeit der DSJ zu erwehren!

    Lutz Rott-Ebbinghaus
    1. Vorsitzender der DSJ von 1981-1987

  33. Michael Juhnke sagt:

    Ich kenne Jörg Schulz nun seit über 40 Jahren und arbeite selbst seit 45 Jahren ehrenamtlich fürs Jugendschach, unter anderem auch von 1998 bis 2003 als DSJ Vorsitzender. In all den Jahren hat sich Jörg unermüdlich für das Jugendschach engagiert und sehr viele Mitstreiter für die Fortentwicklung diese Bereiches gefunden. Dazu arbeitete er weit über die vertraglich Arbeitszeit hinaus auch ehrenamtlich in vielen Bereichen mit, die das Jugendschach und z.B. auch das Schulschach voran brachten. Bei soviel Kontinuität baut man sich natürlich einen erheblichen Wissensvorsprung gegenüber rein ehrenamtlich Tätiger auf, die meist auch nur eine begrenzte Zeit dabei sind. Dadurch finden sich natürlich auch viele Neider und auch Gegner, die zum Teil andere Entwicklungen wünschen. Aber alle Entwicklungen im Deutschen Jugendschach wurden von allen jährlich stattfindenden Jugendversammlungen meist mit deutlicher Mehrheit bestätigt und gewünscht. In diesen Vollversammlungen sind alle Landesverbände vertreten. Jörg also eine diktatorische Amtsführung oder gar Selbstherrlichkeit zu unterstellen geht an der Wirklichkeit weit vorbei. Mit recht konnte und kann er auf das Erreichte im Jugendschach als wesentlicher Initiator stolz sein und der DSB kann froh sein, dass er diese Arbeit geleistert hat.
    Beim DSB selbst sehe ich im Gegensatz zum Jugendschach eigentlich keinen Unterschied zu dem Stand von vor 40 Jahren. Die Schachbundesliga weiß schon, warum sie sich soweit wie möglich vom DSB abnabelte. Die Deutsche Amateurmeisterschaft, die zum Glück fortgeführt wird, ist auch nicht durch den DSB initiiert worden.
    Beim DSB wird noch immer auf ein reines Ressortprinzip gebaut, womit jeder Ressortverantwortlicher seine Arbeit als Einzelkämpfer zu leisten hat und in den seltesten Fällen Unterstützung von den Vorstandskollegen erhält. Im Gegensatz dazu wurde die Teramarbeit in der DSJ immer weiter ausgebaut, was vor allem mit dazu beiträgt, dass die Veranstaltungen der DSJ erfolgreich sind. Allein bei der DEM der DSJ finden sich über 40 ehrenamtliche Mitabeiter die vor Ort mitarbeiten. Solche Zahlen würde ich auch gerne beim DSB sehen. Dort verschreckt man aber lieber die Leute.

  34. Henning Geibel sagt:

    Seit einigen Tagen tobt in den Medien ein Shitstorm, ausgelöst durch die beabsichtigte Entlassung von Jörg Schulz. Von vielen Seiten wird Unverständnis geäußert, dass und warum es zu diesem Schritt gekommen ist.

    Dabei weiß bis zur Stunde (Samstag abend, 20.00 Uhr) niemand, ob dieser Schritt nun wirklich vollzogen wurde oder nicht. Der DSB und seine Verantwortlichen, insbesondere Präsident Ullrich Krause und Geschäftsführer Marcus Fenner, die treibenden Kräfte in dieser Angelegenheit, hüllen sich in Schweigen.

    Gestern sollte eine Präsidiums-Sitzung stattfinden, auf der der Rausschmiss von Jörg Schulz offiziell abgesegnet werden sollte. Nichts darüber ist zu erfahren.

    Heute hat – wie ein Gerücht wissen will – eine Sitzung des Hauptausschusses stattgefunden, des zweitwichtigsten Gremiums des DSB. Wie üblich, hat der DSB auf seiner Seite darüber keine Vorschau abgegeben, selbst im Terminkalender des DSB ist diese Sitzung nicht verzeichnet. Selbstverständlich gibt es auch keine Tagesordnung zu sehen, die für die Schach-Öffentlichkeit durchaus von Interesse wäre.

    Über die Ergebnisse dieser Sitzung, insbesondere über die Entwicklung der Causa Schulz, ist – leider erwartungsgemäß – bisher nichts zu lesen.

    Ich bin gespannt, ob das Duo Krause/Fenner wenigstens morgen an die Öffentlichkeit tritt. Aber vielleicht gilt ja Sonntagsruhe.

    Die Öffentlichkeitsarbeit des DSB ist und bleibt ein trauriges und blamables Fiasko. Man meint inzwischen, es mit einem Geheimbund zu tun zu haben – dabei gelobte man doch maximale Transparenz. Die Verantwortlichen dafür sind Krause und Fenner. Es wird höchste Zeit, dass sie Platz für andere machen.

  35. Peter Kalkowski sagt:

    Lieber Herr Vitus Lederle,
    bei so viel Insiderwissen und ex DSB ler mit Fach und Sachkompetenz erlaube ich mir eine Frage zu Stellen.
    Warum ist Herr Schulz frei gestellt worden. Anscheinend ist ihnen der Grund bekannt, mich würde das auch interessieren um eine wert frei Meinung bilden zu können.
    Gibt es einen Grund oder war dieser Vorgang Willkür.
    Das keiner Herrn Dr. Marcus Fenner wertschätzt habe ich nun verstanden. Warum traf Frau Louisa Nitsche den Bannstrahl . War der Grund etwa das einige Vorgänger verpassten einen angepassten Arbeitsvertrag Frau Nitsche an zu bieten. Meines halb wissen war Frau Nitsche als Auslandskorrespondentin eingestellt weil der damalige Präsident keine Fremdsprachen beherrschte. Später wurde die Position nicht notwendig und Frau Nitsche hatte eine Position inne die nicht dem Tarif einer Auslandskorrespondentin entsprach. Der Bannstrahl war wohl überhörte Personalkosten, als Kleinunternehmer kann ich das Nachvollziehen. Mir ist auch bekannt das unnötige Kosten wie Grüße zu überbringen (2500 EUR) gern abgesegnet werden (hier nicht vom DSB sondern ein Landesverband), Begründung von dem Kostenverursacher “ist ja schön mal die Leute zu Treffen um zu Plaudern und Grüße zu tauschen “.
    Ich kann auch verstehen das gewachsene Privilegien nicht gern verloren gehen , man hat ja Zeit und ein Hobby nach dem Berufsleben.
    Nur die Mitglieder Zahlen für dinge die nicht nötig sind und keine Schach politischen Inhalte haben(mit den 2500 € könnte man ja ein Projekt unterstützen). Einen Schachfunktionär der untersten Ebene der sich vor langer Zeit über unnötige Kosten (Flugkosten) aufregte ,wurde angedroht er solle sein Haus verkaufen er würde mit Prozessen überhäuft werden wenn er sich weiter aufregt. Die Sichtweise der Basis ist sicher eine andere je höher die Ebene ist.
    Wahrscheinlich bekomme ich gleich auch eine Androhung über eine Klage.

  36. Das Verhalten der Beteiligten ist komplett unverständlich. Wenn es keinen stichhaltigen Grund für eine Entlassung von Jörg Schulz gibt, wovon ich aktuell ausgehe, fährt der DSB einen verantwortungslosen Kamikazekurs. Wenn dort ein reiner Machtkampf ausgefochten werden soll, ohne Rücksicht auf den unübersehbaren Schaden, müssen der Präsident und sein GF den Hut nehmen. Möglicherweise haben sie den Widerstand unterschätzt, der ihnen entgegenschlägt. Die Sitzung heute scheint ja auch noch länger zu dauern…

  37. VaterMind sagt:

    Seit ein paar Stunden ist die Websiite der DSJ down! Ein typischer Schachzug von Fenner?

    • Klaus Zachmann sagt:

      Zumindest ist man konsequent und tut weiterhin das Falsche.
      Es geht aber darum das Richtige zu tun.
      Dazu gehört, dass man offen kommuniziert. Das bedeutet ja nicht, dass man gleich alles ins Internet stellt.
      Aber Entscheider, egal ob im DSB-Präsidium oder im Hauptausschuss, müssen frühzeitig und umfassend über komplexe und wichtige Themen informiert werden, damit man auch nachhaltig richtige Entscheidungen treffen kann.
      Aktuell habe ich den Eindruck, dass wir chinesische Verhältnisse haben, zumindest was die Informationspolitik angeht.

    • Gustaf Mossakowski sagt:

      Nein, ein technisches Problem, das wieder behoben wurde. Ich denke auch nicht, dass das ein vom DSB-Geschäftsführer gewähltes Mittel der Diskussionsführung wäre.

  38. Walter Rädler sagt:

    http://www.deutsche-schachjugend.de erreiche ich wieder, keine Ahnung was los war.

  39. Peter Kalkowski sagt:

    So langsam sollte tatsächlich was kommen , die DSB Seite ist auch nicht erreichbar.

  40. Walter Rädler sagt:

    Bei mir funktioniert sie wunderbar! Unten bein den Links sind auch die ganzen Proteste aufgelistet, keine Zensur ist im Gange!

  41. Silvio Schönfeld sagt:

    Großartiges Beispiel für Kommunikation, lässt sich wunderbar in Lehrbüchern analysieren:
    So soll man es nicht machen,
    reife Negativ-Leistung von DSB: Vogel Strauß-Politik von Beginn an;
    und ebenso von DSJ: Wir organisieren Öffentlichkeit – aber wir nehmen sie doch nicht etwa ernst.

    Jedenfalls ruhen beide bis jetzt = Sonntag Abend, sich wohl von den Gesprächen seit Freitag aus …
    Perlen vB wissen etwas von einer bevorstehenden Erklärung,
    werden aber genauso wenig konkret wie alle anderen der üblichen Internet-Kanäle.

    Nein, verehrte Akteure im organisierten und nicht organisierten deutschen Schach,
    so steigert man keine Spannung, sondern so dokumentiert ihr Hand in Hand anschaulich,
    was ihr vom Schachvolk haltet bzw. ihr vollendet das neue, wunderbare Negativ – Musterbeispiel für alle,
    die Kommunikation lehren oder lernen.

    • Klaus Zachmann sagt:

      Zumindest hat man jetzt gelernt, das man besser miteinander und nicht übereinander spricht.
      Das ist zumindest schon mal ein Fortschritt.
      Es besteht also Hoffnung.

  42. Walter Rädler sagt:

    Walters Rätsel des Tages:
    Und wenn du noch so viel Seife oder Lauge nehmen würdest, du kannst dich nicht rein waschen. Den Dreck deiner Schuld kannst du nicht loswerden“ (Gott in Jeremia Kapitel 2, Vers 22;)
    Auflösung in circa 3 Tagen, ich bin jetzt mal zwei Tage auf Tauchstation.

  43. Peter Kalkowski sagt:

    Mich würde tatsächlich interessieren ob der Job Schach-Präsident mit einer Gefahren-und Schmutzzulage verbunden ist.
    Die Halbwertzeit von Präsidenten wird immer kürzer und die Landespräsidenten suchen immer ein Haar in der Suppe.
    Vielleicht braucht der DSB keinen handelnden Präsidenten, die Geschäftsstelle und Ressorts können von einem Gremium der Landespräsidenten geführt werden.
    Video-Konferenzen sind doch heute technisch machbar.

  44. Klaus Zachmann sagt:

    Der DSB-Präsident muss doch nur ganz normal kommunizieren, so wie er das in seinem Wahlprogramm vor seiner Wahl geschrieben hat.
    Das funktioniert in den meisten Vereinen recht gut und problemlos. Wenn man die Kommunikation verweigert, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich andere darüber beschweren. Der Präsident sollte führen, kommunizieren und helfen gemeinsame Lösungen zu finden. Wenn der DSB-Präsident das nicht macht, dann müssen die Landesfürsten aushelfen, wie jetzt geschehen.
    Ich finde den aktuellen Lösungsansatz gut.
    Das hätte man auch ohne den Eklat haben können.

  45. Peter Kalkowski sagt:

    “Gemeinsame Arbeitsgruppen werden die rechtlichen, finanziellen und schachpolitischen Fragen klären, die diese Veränderung mit sich bringt”.

    Toll die Insider kennen nun den Grund der Entlassung kurz vor der Verrentung. Die Basis wird weiter im unklaren gelassen und kann spekulieren ob die Entlassung schwerwiegenden Grund hat (wie zu spekulieren ist).
    Die Insider und Präsidium sind wieder ein Herz und eine Seele.

    • Thorsten Manntheuffel sagt:

      Grund ist doch offensichtlich, er kommt mit dem Präsidium nicht zurecht, weil die ein Mindestmass an finanzieller Transparenz fordern. Nach Gutsherrenart mit Bargeld in der Hosentasche zu wirtschaften ist eben nicht mehr. Das kann und will das neue DSB Präsidium nicht akzeptieren und ihn deswegen loswerden. Diese Schlamperei scheint ihnen aber für eine fristlose Kündigung nicht auszureichen (wohl weil es lange toleriert wurde) aber eine fristgerechte verhaltensbedingte Kündigung ist da wohl drin. Die kann JS jetzt innerhalb von 3 Wochen vor dem Arbeitsgericht prüfen lassen. (Ich an seiner Stelle würde es jedenfalls ernsthaft überlegen und zumindest, wenn ich eine RSV habe wohl auch tun.)

    • Verona Mauer sagt:

      Thorsten Manntheuffel
      November 19, 2019 um 11:24 am Uhr

      Ehrlich gesagt würde ich jemanden, der in der Hosentasche die Barkasse einer derart großen Einheit, wie die DSJ es ist, “verwaltet” auch nicht Vertrauen,mag er noch so grundehrlich sein.

      Da habt ihr doch euren Grund… vllt hört dieses dämliche Krause- und Fenner-Bashing jetzt endlich mal auf und die Leute fangen an, sich zu entschuldigen.

      • Hütte sagt:

        Einem verdienten Mitarbeiter, den ich seit 30 Jahren beschäftige, würde ich diese Aufgabe einfach abnehmen und von jemanden anders erledigen lassen. Für diesen Mist riskiere ich doch nicht die Zahlung einer sechsstelligen Abfindung und den Bruch mit der DSJ.

      • Klaus Zachmann sagt:

        Krause-Bashing ??
        Wenn einer versagt hat, dann war es doch Krause.
        Die aktuelle Lösung hätte er auch ohne das ganze Durcheinander haben können.
        Und sowohl beim DSB als auch bei der DSJ gibt es Verantwortliche, die für die Finanzen zuständig sind.
        Von daher hat das Thema Finanzen erst mal nichts mit dem Geschäftsführer zu tun, zumindest wenn die zuständigen Finanz-Leute Ihre Arbeit richtig machen.

        Krause hätte alles richtig gemacht, wenn er sich frühzeitig mit seinen Präsidiumskollegen (inkl. DSJ-Vorsitzenden) zusammengesetzt hätte und anstehende Probleme besprochen und einer nachhaltigen Lösung zugeführt hätte. Warum er diese richtigen Schritte nicht gemacht hat, dafür fällt mir keine Erklärung ein.

  46. Schachbart sagt:

    Immerhin wird so nun wohl die Person Jörg Schulz gerettet, denn er wird bei der neuen DSJ weiter machen dürfen. Wie tief die Gräben sind, welche die Spaltpilze Krause und Fenner gerissen haben, sieht man allerdings schon daran, wie lange gerungen wurde, um diese gemeinsame Presseerklärung zu verfassen. Da Krause scheinbar nicht einmal den Restanstand besitzt, um freiwillig zu gehen, bleibt nur zu hoffen, dass er möglichst rasch von einem an Einigkeit und gemeinschaftlichem Vorankommen interessierten Präsidenten abgelöst wird. Auf die idee, dass es einem Verband wie dem DSB recht gut zu Gesicht stehen würde, die Position des Geschäftsführers mit einer eher freundlcihen, sozialen und menschengrechten Persönlichkeit zu besetzen, werden die “gemeinsamen Arbeitsgruppen” ja wohl hoffentlich kommen und eine Lösung finden.

  47. Kupferschach sagt:

    Warum wurden die Nachrichten von Ossi Weiner gelöscht?

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