Cairns Cup 2019 mit Elisabeth Paehtz – Preisgeld 150.000 US Dollar

3 Antworten

  1. Die zehn besten weiblichen Spielerinnen sind es aus zwei bis drei Gründen nicht:
    1) Hou Yifan will nicht mehr gegen Frauen spielen (ob sie überhaupt noch spielen will ist derzeit unklar)
    2) Zwei Amerikanerinnen sollen mitspielen, Krush und Zatonskih belegen derzeit Platz 38 und 40 in der Damen-Weltrangliste.
    3) Einige, die noch bis 1. Februar in Gibraltar spielen, haben vielleicht keine Lust ab 5. Februar vor Ort in Saint Louis zu sein. Mal abgesehen davon, dass sie vielleicht nicht nun auf ihre Gegnerinnen im Kandidatinnenturnier Ende Mai/Anfang Juni treffen wollen. Das ist dann sicherlich für Damenverhältnisse noch stärker besetzt (obwohl vermutlich ohne Hou Yifan und sicher ohne Ju Wenjun).

  2. Raymund Stolze sagt:

    Ich erlaube mir, Thomas Richter noch ein wenig zu ergänzen!

    Mit den beiden Chinesinnen Hou Yifan (Nummer 1) und der amtierenden Weltmeisterin Ju Wenjun (2) fehlen von den TOP 10 der aktuellen FIDE-Frauen-Weltrangliste (1. Februar 2019) nicht nur die beiden derzeit besten Spielerinnen sondern auch Katarina Lagno (Russland/3), Anna Musitschuk (Ukraine/4), Humpy Koneru (Indien/5), Maria Musitschuk (Ukraine/6), Alexandra Gorjatschkina (Russland/8) und Zhongyi Tan (China/10). Lediglich Alexandra Konstenjuk (Russland/7) und Nana Dsagnidse (Georgien/9) sind in Saint Louis dabei.

    Der Elo-Durchschnitt der zwölf Teilnehmerinnen mit 2481 verspricht auch nicht „das stärkste Turnier zu sein, was jemals auf der Welt abgehalten wurde“, wie es auf der Turnierseite der Veranstalter heißt. Nur ein Vergleich auf die Schnelle: Das Grand-Prix-Turnier der Frauen in Teheran (11.2.-23.2.2016) hatte einen Vergleichswert von 2503 bei zwölf aktiven Damen!

    Es stimmt allerdings, dass der Preisfonds des Cairns Cups mit 150.000 US-Dollar, die unter den zehn Spielerinnen ausgeschüttet werden, in der Tat einer der höchsten in der Geschichte des Frauen-Schachs ist.

    Freuen wir uns also, dass Elisabeth Pähtz eine Einladung in den Saint Louis Chess Club erhalten hat. Die sportlichen Ziele von Deutschlands Nummer 1 Ziele sind auf jeden Fall sehr ambitioniert. So will sie neuen Anlauf nehmen auf die fehlende dritte Norm für den Titel eines Großmeisters der Männer und die Rückkehr in die Top 10 der Frauen-Weltrangliste.

  3. Angedeutet hatte ich es ja: alle von Raymund Stolze zusätzlich erwähnten Spielerinnen waren in Gibraltar dabei – Kosteniuk und Dzagnidze fehlten, Elisabeth Paehtz spielte ja in Wijk aan Zee (eventuelle Ziele GM-Norm und auch Elo-Zugewinn klar verfehlt).
    Für das Kandidatinnenturnier sind Hou Yifan (wenn sie will), Doppel-Muzychuk, Lagno, Kosteniuk, Tan Zhongyi, Dzagnidze und Gunina qualifiziert – die erste Reservistin Goryachina hat es wohl auch in ihren Kalender eingetragen. Preisgeld da insgesamt 200.000 Euro – woher das Geld kommt müsste man Dvorkovich fragen.

Schreibe einen Kommentar zu Thomas Richter Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

EnglishDeutsch