OSEM SH 2019: 7. Runde: 6 – (2 x ½) = 2 * 6, alles klar?

Dass Schach manchmal eine komplizierte Sache ist, wissen wir nicht erst seit dem legendären Wettkampf zwischen Garry Kasparow und „Deep Blue“ in Philadelphia 1996. Der Rechenknecht von IBM rechnete nach der „Brute Force-Methode“ alle Möglichkeiten der Partiefortsetzungen durch, egal wie sinnvoll sie waren oder nicht. Eine riesige Rechenleistung, wissen wir doch, dass es bereits bei den ersten beiden Halbzügen 20 * 20 = 400 Möglichkeiten gibt. Doch nun wollen wir erst einmal die Formel in der Überschrift aufklären. Es gab 6 Spieler, die punktgleich mit 5 Punkten an der Spitze lagen. 2 von Ihnen, Jürgen Juhnke (HSK Lister Turm) und Lutz Albert (SK Krumbach) spielten Remis, zwei gewannen ihre Partien. Nikolai Quiring (SV VHS Rendsburg) gewann in nur 35 Zügen gegen Josef Hülsmann (Langenfelder Schachfreunde 1933), einen der Mitfavoriten auf den Turniersieg. In einer spannenden beiderseitigen Angriffspartie konnte Quiring nach einem Generalabtausch eine Figur gewinnen und seinen Gegner zur Aufgabe zwingen; sehr zur Freude der schleswig-holsteinischen Fangemeinde. Dass einer der Ihren an vorderster Front dabei sein könne, war eine sehr positive Überraschung.

Schwerer tat sich Vorjahressieger Klaus Klundt (SC Heusenstamm) mit Schwarz gegen Dr. Gerhard Köhler (USV Halle). Erst nach über 4 ½ Stunden konnte er seinen Freibauern durch eine geschickte Umwandlung in einen Springer gewinnbringend einsetzen, wodurch gleichzeitig das Dauerschach seines Gegners verhindert wurde. Nun haben wir zwei Spieler, die mit 6 Punkten die Rangliste anführen und in der nächsten Runde gegeneinander antreten müssen.

In der unteren Tabellenhälfte führte das Schweizer System die Eheleute Marianne und Wilhelm Graffenberger (Hamburger SK von 1830 e. V.) zusammen. Das begeisterte die beiden nicht, denn das schnell vereinbarte Remis offerierte, bei dem doch sehr feuchtem Wetter, wenig Möglichkeiten den Turniersaal gegen eine Deichwanderung mit frischer Nordseeluft zu tauschen. So schauten sie sich an, wie ihre Konkurrentinnen und Konkurrenten sich schlugen.

Bei den Damen konnte Dietlind Meinke (MTV Leck von 1889) sich mit einem Sieg gegen Volker Kurze (SC Roter Turm Altstadt) von ihrer Konkurrentin Barbara Borries (SC Taufkirchen), die ihre Partie gegen Michael Eberhardt (SC Agon Neumünster) verlor, fast vorentscheidend absetzen und führt vor den letzten zwei Runden nun mit 1 ½ Punkten Vorsprung

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