Schlussfeuerwerk in Biel – auf den Brettern und am Abend über dem See mit Feuerwerk zum Nationalfeiertag

-Sam Shankland-USA-Santosh-Vidit-IND-Peter-Leko-UNG

Mit der Schlusszeremonie und der Preisverteilung ging das 52. Internationale Schachfestival von Biel am Mittwoch zu Ende. Die Sieger der drei Hauptturniere heissen GM Santosh Vidit (Indien) im Grossmeisterturnier, GM M.aminTabatabaei (Iran) im Meisterturnier und Achim Schneuwly (Schweiz) im Allgemeinen Turnier. Dieses Jahr wurden neue Teilnehmerrekorde in dem Meisteropen, dem Rapid- sowie dem Blitzturnier erzielt. Total spielten 823 Teilnehmende, nur wenig weniger als im letztjährigen Rekord und es gab einen neue Rekordzahl der vertretenen Länder: total 46. Im Grossmeisterturnier hat die neue Turnierform mit einem „Triathlon“ mit klassische Partien, Rapid und Blitz allseits Gefallen gefunden, dies bei den Spielern und dem Publikum. Das Grossmeisterturnier bot hervorragenden Schachsport, die Partien waren bis am Schluss alle sehr umkämpft. Nach 28 Partien gibt es mit dem indischen Grossmeister Santosh Vidit einen klaren Sieger. Er war der klar stärkste Spieler mit der klassischen Bedenkzeit, holte am meisten Punkte in den Blitzpartien und war auch in den Rapidpartien vorne mit dabei. Mit seiner +4 Siege-Bilanz in den klassischen Partien gewinnt er rund 15 Elopunkte und ist in der laufend aktualisierten Weltrangliste mit 2718 Elo wieder auf Platz 35 vorgestossen.

Sam Shankland dürfte trotz seines zweiten Platzes nicht ganz zufrieden sein. Er konnte in der letzten Runde mit einem Remis gegen GM Peter Leko (in einer wohl zeitweise verlorenen Stellung) seien zweiten Platz in der Gesamttabelle verteidigen, aber es war nicht die einzige Partie, in der er einiges Glück beanspruchte. Die drei Grossmeister Peter Leko (Ungarn), Parham Maghsoodloo (Iran) und Jorge Cori landeten im Mittelfeld, wohl etwas unter ihren Erwartungen.

Der erst 14-jährige Norbirek Abdusattorov zeigte ein solides Turnier mit dem zweitbesten Ergebnis in den klassischen Partien und durchbricht mit einem Elogewinn von 10 Punkten die Barriere von 2600 Elopunkten. Die beiden Schweizer Spieler landeten zwar auf den letzten Plätzen, diese Ränge sind aber vor allem auf ihre schlechten Ergebnisse in de Blitz und Rapidpartien zurückzuführen. Hier verloren sie wertvolle Punkte. In den klassischen Partien konnten sie gut mithalten und sogar einige Elopunkte hinzugewinnen. Das Ergebnisse hätte für beiden auch besser ausfallen können, hätten beide Schweizer die Ihnen gebotenen Chancen konsequent ausgenutzt.

Alexander-Dochenko-GER-Gata-Kamsky-USA-M.ami-Tabatabaei

In der letzten Runde des diesjährigen Meisterturniers wurde an den vorderen Partien schnelle Remis vereinbart und der einzige Spieler, welcher den Sieg des erst 18-jährigen Iraners GM M.amin Tabatabaei noch verhindern konnte verlor seine Partie. GM Tabatabaei wurde durch eine Niederlage in der dritten Runde zurückgeworfen konnte in der Folge aber vier Siege und zwei Unentschieden erzielen und das Turnier mit 7.0 Punkten gewinnen. Er ist damit der erste Spieler aus dem Iran der das prestigeträchtige Meisterturnier gewinnen kann. Dahinter folgen zehn Spieler mit 6.5 Punkten. Die beste Feinwertung weist der ehemalige Herausforderer um den
Weltmeistertitel GM Gata Kamsky aus den USA. Auf dem dritten Platz folgt GM Alexander Donchenko aus Deutschland. Als bester Nicht-GM folgt der deutsche IM Vincent Keymer (Deutschland) mit 6.0 Punkten auf Platz 15. Beste Frau wurde mit 5.5 Punkten die indische Grossmeisterin Dronavalli Harika auf Platz 27. Bester nicht Titelträger ist Roee Zemach mit 5.5 Punkten auf dem dem 36.Platz. Die folgenden Spieler konnten je eine Norm für den Internationalen Meister erzielen: FM Anand Pranav (Indien) und Jianwen Wong (Malaysia).

Die besten Schweizer/innen wurden. FM Bruno Kamber mit 4.0 Punkten auf dem 74.Platz, WFM Lena Georgescu mit 4.0 Punkten auf dem 82. Platz und mit ebenfalls 4.0 Punkten Jonathan Monteverde auf dem 83.Platz.
Gesamthaft nahmen am Meisteropen rund 132 Spieler teil. Darunter 34 Grossmeister und 22 Internationale Meister (total 80 Titelträger). Die Spieler kamen aus 33 Nationen, wobei die meisten Spieler aus Indien (32!), vor Deutschland 824) und der Schweiz (16) kamen. Insbesondere die geringe Anzahl der Spieler aus der Schweiz ist erstaunlich dürfe wohl aber auch mit der gerade vorher stattfindenden Schweizer-Einzelmeisterschaft zusammenhängen.

Gilda-Thode-2nd-SUI-Achim-Schneuwly-1st-SUI-Niels-Stijve-3rd-SUI-

Im Allgemeinen Turnier remisierte der bereits feststehende Turniersieger Achim Schneuwly (Düdingen) die letzte Partie und gewinnt das Turnier mit 8.5 Punkten aus neun Partien. Gilda Thode (Zürich) konnte, nach ihrer Niederlage gegen den Turniersieger in der achten Runde, in der neuen Runde wieder gewinnen und sich mit 7.0 Punkten den zweiten Platz sichern. Mit ebenfalls 7.0 Punkten belegt Niels Stijve (Payerne) die dritten Plart auf dem Podium. Am Allgemeinen Turnier nahmen insgesamt 169 Spieler aus 14 Nationen teil. Davon 124 Spieler aus der Schweiz, 17 aus Detschland, 9 aus Frankreich und 7 aus Indien.

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