Leonid Sawlin ist U16-Europameister!

Zum dritten Mal Gold für Deutschland – Leonid Sawlin aus Berlin gewinnt in Porec/Kroatien den EM-Titel in der Altersklasse U16 – Von RAYMUND STOLZE   „Es gibt nur kluge Menschen: die einen, die es vorher, und die anderen, die es hinterher wissen.“ Voltaire   Ob Sie es glauben oder nicht: Der von mir zitierte große französische Philosoph hat tatsächlich auch Schach gespielt. Und das ist der Grund, warum ich seinen schlauen Gedanken voranstelle, der am heutigen Schlusstag der 25. Jugend-Europameisterschaften auf der Webseite der Sportfreunde Katernberg als ein Spruch zum Mittwoch [30. September] steht.   Als eigentlich Unbeteiligter aus der

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Schachduell am Brocken

Deutschland-Cup Wernigerode 2015 hat begonnen – Von unserem Berichterstatter RALF MULDE   „Hiermit sind die Schach-Spiele eröffnet.“ So was sagt in unserem Sport kein Mensch. Im Zusammenhang mit Olympia hört sich das irgendwie besser an. Aber es war doch wunderbar, was er dann tatsächlich sagte, der Wernigeröder Oberbürgermeister Peter Gaffert, es war für die 159 Turnierteilnehmer wieder einmal ein erhebender Moment in dem 1544 gebauten Rathaus.   Der Deutschland-Cup Wernigerode 2015 wurde wie immer in der Woche des 3. Oktober in diesem begeisternden Rahmen am Dienstag [29. September] eröffnet. Gespielt wird allerdings nicht zwischen Fachwerk, Knaggenfiguren und Ratswaage, sondern im 4-Sterne

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Drei Punkte in Baden-Baden und doch einer zu wenig!

Ein Bericht vom ersten Bundesliga-Wochenende aus Sicht des Hamburger SK von Mannschaftsführer ANDREAS ALBERS   Endlich geht es wieder los in der Frauenbundesliga, und spätestens die Anfrage von „Mr. Schach-Ticker“ Raymund Stolze brachte uns die Frage ins Bewusstsein, was denn eigentlich unsere Ziele für dieses Jahr sind.   Als vereinsinterner Gegenpol zu den  „Abstiegs-Unken“ neigt der Autor dieser Zeilen eher zu etwas übertriebenem Optimismus, und so formulierte ich mal als Vorgabe: „besser als letztes Jahr“ und „einen der Großen ärgern“. Also Platz 5 und etwas Zählbares gegen Baden Baden, Bad Königshofen und/oder Schwäbisch Hall, die zumindest nominell der Konkurrenz doch

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„Hurra, wir sind nicht Letzter!“

Vom Kieler Bundesliga-Comeback in Baden-Baden berichtet URSULA HIELSCHER   Nach längerer Bundesliga-Pause [das letzte Mal war Doppelbauer Kiel 2006/2007 in der höchsten deutschen Spielklasse] entschlossen wir uns, in dieser Saison unser Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Wir hatten die 2. Frauenbundesliga West souverän mit fünf Punkten Vorsprung gewonnen und wollten gegen ganz starke Gegnerinnen spielen und diese eventuell etwas ärgern. Da in Kiel Handball und Fußball dominieren, gelang es uns nicht, viele Sponsoren zu finden, letztendlich haben wir einen Kleinsponsor gefunden (der allerdings nicht aus Kiel kommt), der Rest des Budgets wird durch den Verein und Privatspenden finanziert. Und obwohl wir kaum Legionäre

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Partie der Saison 2014/15

Die Wahl zur Partie der Saison war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Publikumslieblingen. Am Ende setzte sich Richard Rapport knapp vor Luke McShane durch. Der 19-jährige Ungar analysierte seinen Sieg gegen Alexander Donchenko exklusiv für die Leser der Bundesligaseite – Ein Bericht von IM GEORGIOS SOULEIDIS   Für die Wahl zur Partie der Saison 2014/15 standen in diesem Beitrag zehn Partien zur Diskussion. Das Pendel zeigte eindeutig in Richtung der Akteure, die regelmäßig durch ihr kreatives und kompromissloses Spiel die Zuschauer begeistern.   Das Wahlergebnis:   1. Richard Rapport – Alexander Donchenko 28 Punkte; 2. Luke McShane – Jorden van Foreest

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Die Bewirtung war vorbildlich …

Ein Text-Bildbericht von der ersten Doppelrunde der Bundesliga-Saison 2015/15 von Dr. THOMAS MARSCHNER, SCHWÄBISCH HALL   Zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison 2015/16 ging es für Schwäbisch Hall und seinen neuen Reisepartner aus Deizisau in das sächsische Niederwiesa bei Chemnitz. Gespielt wurde in der schön renovierten alten Spinnerei im nahegelegenen Flöha. Die Bewirtung für die Spielerinnen und Gäste war vorbildlich, die Gastgeberinnen gaben sich viel Mühe bei ihrem ersten Bundesliga-Heimspiel. Zunächst traf Schwäbisch Hall auf Aufsteiger Niederwiesa und Deizisau auf Bundesliga-Urgestein Rodewischer Schachmiezen. Gegen Aufsteiger Niederwiesa waren die Hallerinnen an allen Brettern nominell favorisiert und wurden in den meisten Partien ihrer

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16. Poikovsky Karpov Tournament

Internationales Schachturnier benannt nach Anatoly Karpov   Die 16. Auflage des traditionellen Rundenturniers findet in Poikovsky vom 27. September – 8. Oktober statt. Die Teilnehmer: Alexei Shirov (Lettland, 2712), Alexander Morozevich (Russland, 2711), Anton Korobov (Ukraine, 2700), Victor Laznicka (Tschechische Republik, 2676), Igor Bald (Russland, 2671), Ernesto Inarkiev mit Wildcard (Russland seit 2001), Ilya Smirin (Israel, 2655), Denis Hismatullin (Russland, 2651), Emil Sutovsky (Israel, 2642) und Viorel Bologan (Moldawien, 2607)   Mit im Boot der Organisatoren ist die Association of Chess Professionals, deren Präsident, Emil Sutovsky, persönlich mitspielt. Das Turnier findet seit dem Jahr 2000 statt und wurde bisher von

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Titelverteidiger strauchelt und Vizemeister patzt

Frauen-Bundesliga: Baden-Baden nur 3:3 gegen den Hamburger SK, die Schachmiezen bezwingen den SK Schwäbisch Hall 5:1 – Ein Bericht von RAYMUND STOLZE   Die Schlagzeile bringt das Geschehen der ersten Doppelrunde in der Frauen-Bundesliga auf den Punkt: Serienmeister OSG Baden-Baden, in Runde 1 mit dem erwarteten 6:0-Kantersieg gegen Aufsteiger Doppelbauer Kiel, hat tags darauf mehr als Glück beim 3:3-Unentschieden gegen den Hamburger SK, der in der vergangenen Saison Platz 6 belegte. „Unser Ziel ist ein besseres Ergebnis als letztes Jahr und endlich mal eine der ‚großen Teams’ zu ärger“, hatte Mannschaftsführer Andreas Albers selbstbewusst in unserer Vorschau-Umfrage zur Spielzeit 2015/16

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Gestern ging Deutschland baden!

Ein Zwischenbericht von den 25. Jugend-Europameisterschaft in Poreč nach fünf Runden von A-Trainer BERND ROSEN   Prognosen sind beim Schach bekanntlich genauso schwierig wie in anderen Sportarten [sieht mal man von dem jetzt schon feststehenden Bayerischen Fußballmeister 2016 ab…]. Diesmal ist die Sache aber nicht ganz so schwierig: Denn mit der Überschrift will ich nicht etwa mitteilen, was der Blick in die Kristallkugel mir über das Abschneiden der deutschen SpielerInnen in der nächsten Runde verraten hat, sondern nur auf das Freizeitprogramm anspielen, das für den gestrigen Ruhetag [26. September] auf dem Programm der deutschen Delegation stand: Wir haben einen Bootsausflug

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Weltcup – Viertelfinale

Elozahlen sind Hausnummern? Inzwischen ist das Material so überschaubar, dass ich mich auf einen Bericht beschränken kann. Zunächst fasse ich Runde 5 ganz kurz zusammen (später natürlich noch ausführlicher nebst Drumherum): Eljanov – Nakamura 1,5-0,5: Eljanov hat besser gespielt (sagte hinterher auch Nakamura). Giri – Vachier-Lagrave 1,5-0,5: Giri überraschte MVL zweimal in der Eröffnung. Svidler – Wei Yi 3,5-2,5: Svidler stand in fast allen Partien besser, aber es wurde immer remis. In der zweiten Semi-Blitzpartie stand er schlechter … und gewann. Karjakin – Mamedyarov 4-2: Insgesamt das ausgeglichenste Match, Karjakin gewann in der zweiten Verlängerung.   Was sich hinter dem

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Wegbereiter der modernen Theorie

Bilguer vor 200 Jahren geboren: Autor des „Handbuchs des Schachspiels“ – Eine Kolumne von Hartmut Metz   Ehrfürchtig nennen Kenner das Werk nur „den Bilguer“: Der Namensgeber des „Handbuchs des Schachspiels“ kam vor 200 Jahren, am 21. September 1815, auf die Welt. Paul Rudolf von Bilguer wurde nur 25 Jahre alt. Der Sohn eines preußischen Oberst hatte wohl kein glückliches Leben, musste er doch wegen des Vaters mit 18 gegen seinen Willen in den Militärdienst. Nach einer Tuberkulose wurde der Mecklenburger 1839 ausgemustert. Seiner Liebe, dem Schachspiel, konnte er aber auch nur noch kurz frönen, weil er ein Jahr später

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Unglaubliche Züge [64]

Rettung in höchster Not III – Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA   Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [*29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie an einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet der 23-Jährige nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Drei seiner kreativen Ideen können die Schach-Ticker-Besucher nutzen: Es sind die Trainingsserien Let’s blitz – GM-Special, Let’s rapid und Unglaubliche Züge, deren bereits 64. Folge wir heute veröffentlichen.   Diesmal präsentiert Niclas eine außerordentlich spannende Stellung. Weiß scheint mit beiden Füßen im

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Die Frauen wollen es auch wissen …

Am Wochenende startet die Bundesliga mit einer Doppelrunde – Die andere Vorschau auf die Saison 2015/16 von RAYMUND STOLZE   Eine Woche nach dem Saisonauftakt in den überregionalen Ligen der Männer wollen es am heutigen Sonnabend und Sonntag [26./27. September] auch die Frauen wissen. Und wie immer beginnt die neue Saison mit einer Doppelrunde.   Was Prognosen angeht, so lautet die wichtigste Frage: Wird es Titelverteidiger OSG Baden-Baden gelingen, die zehnte deutsche Vereinsmeisterschaft seit 2003 zu erringen? Immerhin dürfte die schöpferische Pause von Eva Moser durch die Verpflichtung der beiden Exweltmeisterinnen Antoaneta Stefanowa und Alexandra Kostenjuk mehr als kompensiert werden.

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Vier Bundesliga-Aufsteiger werden in Liga 2 gesucht

+ Im Norden verliert Absteiger SSV Rostock + Im Osten patzt zuhause Bindlach-Aktionär + Im Süden ist Neuling TSV Schönaich zu beachten + Im Westen Porz mit Mühe+   Am vergangenen Sonntag [20. September] wurde auch für die Zweite Liga die Saison 2015/16 angepfiffen. Und natürlich war man gespannt, wie sich die beiden Bundesliga-Absteiger SSV Rostock 07 und die SF Katernberg sowie der SC Eppingen nach seinem freiwilligen Rückzug aus der Beletage des deutschen Schachs zum Auftakt  schlagen würden.   In der Gruppe Nord gab es für die Rostocker bei den SF Schwerin, die in Bestbesetzung antraten, kein Freundschaftsgeschenk, sondern

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9. OSEM in Büsum, 28.9.-7.10.2015

Offene Schleswig-Holsteinische Senioren-Einzelmeisterschaft – ein Vorbericht von BRUNO MÜLLER-CLOSTERMANN   Mit 137 Eintragungen ist die Meldeliste für die Offene Schleswig-Holsteinische Senioren-Einzelmeisterschaft (28.9.-7.10.2015) auch in diesem Jahr weiter gewachsen. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 gab es ca. 80 und im Jahr 2014 genau 104 Teilnehmer. Wie schon in den voran gegangenen Jahren liegt das Turnier bei Gerhard Meiwald in den besten Händen, diesmal quasi als Multifunktionär, nämlich Turnierleiter, Schiedsrichter und DSB-Seniorenreferent in einer Person.   Positiv zu erwähnen ist auch das schöne, auf der Deichkrone gelegene Spiellokal „Büsumer Pesel“ mit Blick aufs Wattenmeer und auf der anderen Seite mit dem Museumshafen

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Online-Kombiecke mit Uwe Kersten [74]

Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach   Dass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen.   Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke konnten wir in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai 2014 die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“

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Haben Sie schon alle Tassen im Schrank?

Mit Familie Müdder zur Jugendeuropameisterschaft nach Poreč – Ein Bericht von A-Trainer BERND ROSEN   Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. In meinem Fall geht die Reise auf die kroatische Halbinsel Istrien zur Jugendeuropameisterschaft in den Bade- und Urlaubsort Poreč. Und so ein Turnier beginnt ja nicht mit der ersten Runde, sondern schon viel früher mit der Anreise. Die erfolgte in meinem Fall in zwei gemütlichen Teiletappen per Auto zusammen mit Familie Müdder, deren Tochter Melanie sich mit dem 2. Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft das Startrecht bei dieser internationalen Meisterschaft erkämpft hatte. “Jünner” musste auch

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Weltcup Runde 4 – Tiebreaks

Heute machten die Spieler es kurz und knapp   Um mit den nackten Fakten zu beginnen: Nun konnten auch Wei Yi, Giri, Eljanov und Karjakin sich für das Viertelfinale qualifizieren – in Tiebreaks die, jedenfalls vom Ergebnis her, generell nicht allzu dramatisch verliefen. Ausnahme war das China-Duell Wei Yi – Ding Liren das schon zuvor (in den Partien mit klassischer Bedenkzeit) aufregend war. Überall wählten die Spieler eher ruhige Eröffnungen – heute kein Sizilianisch oder Grünfeld oder gar Königsindisch oder Benoni, sondern Spanisch, Englisch, Slawisch, Damenindisch. Aber auch dann haben Partien mitunter Sieger und Verlierer.   Das Titelbild (Fotoquelle wie

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Achtung, die Russen kommen …

Bei den 25. Jugend-Europameisterschaften in Porac /Kroatien hat von den 18 deutschen Startern nur Dmitrij Kollars Medaillenchancen – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE   Ich gebe zu, die Erfolgsliste bei den Jugend-Europameisterschaften, die ab 21. September ihre 25. Auflage in Porac/Kroatien erleben wird, ist mehr als ernüchternd. Seit der Premiere 1991 im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer rangieren wir in der ewigen Medaillenwertung mit zwei EM-Titeln, sechsmal Platz 2 und einmal Rang 3 unter ferner liefen. Bei den Mädchen holte sich Lara Stock 2004 in der U12 die Krone, dazu kommen fünfmal Edelmetall durch Elisabeth Pähtz [1995 Silber U10],

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Bei anderen gelesen [34]

Chrismon – Das evangelische Magazin: „Schachspielen hat ihn gerettet“ – Protokoll: ARMIN THOMAS   Heute gibt es an dieser Stelle gleich ein Outing von mir: Ja, ich bin bekennender Leser der Wochenzeitung „DIE ZEIT“. Und das nicht zuletzt, weil ich das Gefühl habe, durch die inhaltlichen Angebote entschleunigt zu werden. Und zu dieser Publikation, die mich immer am Donnerstag erreicht, gehört als Beilage das inspirierende ZEIT-MAGAZIN. Zuerst genieße ich dann immer die neue Zeichnung von Janosch und den dazugehörigen Text. In der Nummer 38 vom 17. September sitzt seine Titelfigur Wondrak an seinem Tischlein und schreibt Zettel auf Zettel voll,

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